11.05.2014

Mitgliederversammlung des Fördervereins am 9. Mai 2014

Sehr guter Besuch erfreute alle Anwesenden[mehr]


27.10.2013

Vier Räbker auf dem Bückeberg-Mühlenweg - fast 100 km von Mühle zu Mühle

Räbkes Mühlen liegen für eine zünftige Fahrradtour einfach zu eng beieinander. Das war der eine Grund, den angestammten Mühlen und besonders der Mühle Liesebach, am 26. und 27. Oktober 2013 den Rücken zu kehren. Der andere war,...[mehr]


01.09.2013

Räbker Mühle auch am Steinhuder Meer präsent

Die Windmühle Paula, aufgebaut seit genau 100 Jahren in Steinhude unweit des Meeres, feiert das besondere Jubiläum. Rüdiger Hagen lädt alle befreundeten Mühlenvereine der Großregion ein und so ist es eine Verpflichtung, diesem...[mehr]


23.08.2013

Impressionen am Mühlentag 2013 - dokumentiert von Hans-Jürgen Kelm aus Helmstedt

Wir zeigen einige Impressionen vom Mühlentag 2013, dokumentiert von Hans-Jürgen Kelm aus Helmstedt[mehr]


11.05.2013

Endspurt vor dem Mühlentag 2013 mit mehreren Mühlenfreunden

Der Brückentag zwischen dem Himmelfahrtsfeiertag und dem Wochenende sowie der heutige Samstag standen noch einmal voll im Zeichen der Vorbereitungen für den Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag. Bereits am Freitagmorgen fand um...[mehr]


Mitgliederversammlung am 03.04.13 mit Wiederwahl des Vorstands und großartiger Beteiligung

Am 3. Mai 2013 lud der Räbker Förderverein Mühle Liesebach e. V. zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Eine nicht zu erwartende Anzahl von 45 Vereinsmitgliedern folgte der Einladung zur Versammlung, die erstmals im künftigen Veranstaltungsraum der Mühle stattfand.

 

So konnten sich die Vereinsmitglieder gleich an Ort und Stelle ein Bild vom Fortgang der Baumaßnahmen an der Mühlentechnik, am Gebäude und im Versammlungsraum machen.

 

Neben den üblichen Tagesordnungspunkten wie den Berichten des Vorstands über die Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr und den Kassenstand standen Vorstandswahlen auf dem Programm.

 

Alle Vorstandsmitglieder erklärten ihre Bereitschaft, erneut zu kandidieren und wurden durch die anwesenden Mitglieder einstimmig bestätigt.

 

So setzt sich der Vereinsvorstand auch in den kommenden beiden Jahren zusammen aus:

Klaus Röhr (Vorsitzender)

Ursula Deters (stv. Vorsitzende)

Simone Köpnick (Kassenwartin)

Henning Schäfers (Schriftführer)

 

Ausdrücklich würdigte der Vorstand das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, die in zahllosen Stunden mit viel Einsatz daran arbeiten, das Denkmal weiter herzurichten, und dankte einer großen Zahl an Sponsoren, die mit finanzieller und materieller Unterstützung ihren Beitrag leisteten.

 

Allen voran Erwähnung verdient Frau Hermine Liesebach, die dazu beitrug, dass das historische Gruppendenkmal für die Nachwelt erhalten bleiben kann.

 

Nach Grußworten des Samtgemeindebürgermeisters Matthias Lorenz und des Ortsbürgermeisters Rainer Angerstein klang der Abend in geselliger Runde bei Bier und anderen Getränken aus.

 

LA 2013-05-04

 

Der Deutsche Mühlentag 2013 mit neuer Toilettenanlage im historischen Umfeld - Abschluss mit Trennwandeinbau

Uwe Köpnick und Roland Grewe beim Fachgespräch
Welche Schraube nehmen wir bloß?
Gerhard Gödeke, Uwe Köpnick und Roland Grewe vor den Damen-WC´s
Die Montage-Crew hat selbstverständlich auch Schamwände an den Urinalbecken montiert

Die bevorstehende Mitgliederversammlung am 3. Mai 2013 um 19:00 Uhr im Rohbau des entstehenden Versammlungsraumes fordert noch einmal den vollen Einsatz. Der kalte Winter verzögerte bisher den  Einbau der Trennwandsysteme für die Damen- und Herrentoilette.

Alle Hauptakteure waren sich einig, dass diese komplexere Montage an diesem Aprilwochenende über die Bühne gehen musste.

Bereits am Freitag, den 19.04.2013 fanden parallel zu der Hauptarbeit an der Nordseite der Mühle Planungsgespräche für den Aufbau der Trennwände statt. Roland Grewe als versierter Tischler und Uwe Köpnick als Mehrkampfwaffe waren also auch am Samstag schon wieder "dran" und so ging es am frühen Nachmittag kräftig zur Sache.

Auftstellen der Wände, Anreißen der Bohrungen für die Befestigungsschrauben, Zuschneiden der Abdeckleisten mit Handwerkzeugen, um nur einige Arbeitsgänge zu nennen, folgten Schlag auf Schlag.

Nach fünf Stunden, es war inzwischen 18:30 Uhr, wurde die Arbeit unterbrochen und am Sonntagmorgen mit frischem Mut fortgeführt. Mühlenfreund Gerhard Gödeke, ebenfalls ein Multitalent in allen Fragen der Haustechnik, leistete an diesem Morgen wichtige Unterstützung. Rechtzeitig zur Mittagszeit konnte die Maßnahme als abgeschlossen betrachtet werden.

Den Monteuren Roland Grewe, Uwe Köpnick, Gerhard Gödeke ein herzliches Dankeschön. Solch eine Toilettenanlage werden die Mühlenbesucher am Pfingstmontag, 20. Mai zum Deutschen Mühlentag 2013 in Räbke mit Freude besichtigen und sicherlich auch nutzen.

KR 2013-04-21

Nach dem Einschalen und Betonieren folgt das Ausschalen der Schutzwand

Schutzwand mit Schalung
Roul Betzner beim Sandtransport
Christoph Wäterling und Dietmar Hoffmann bei Planierarbeiten unter denn kritischen Augen Uwe Köpnicks
Gerhard Gödeke bei der "Leerfahrt" des Schalgerüsttransports
Der Arbeitseinsatz ist abgeschlossen - das obligatorische Gruppenfoto
So sieht eine professionelle Schutzmauer aus

Ein Gewerk ist häufig nicht an einem Wochenende zu schaffen. So ist es auch mit dem Schutzwandprojekt. In der Vorwoche ein harter Ganztageseinsatz mit Mühlenfreunden und am Freitag, 19.04.2013 ein erneutes Treffen mit Freunden der Wassermühle Liesebach.

Es galt, das Schalgerüst auf einer Länge von ca. 20 m zu demontieren, die Platten mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, für den Rücktransport zu verladen und zu sichern und das Umfeld der neuen Betonmauer einzuebnen.

Ein kurzer Anruf einige Tage vor dem Einsatz bei Roul Betzner, Gerhard Gödeke, Dietmar Hoffmann, Uwe Köpnick und Christoph Wäterling und pünktlich um 15:00 Uhr begannen die Tätigkeiten.

Zunächst galt es, die Schaltafeln zu demontieren. Mit Kraft und Geschick erfolgte dieses Wirken gemeinsam mit allen Helfern. Danach teilte sich die Gruppe auf.

Die Schaltafeln wurden vor dem Einbau mit Rapsöl eingestrichen und so ließen sich die Betonreste tadellos mit einem Kärcherstrahl entfernen. Dieser Trupp bestand aus Gerhard Gödeke und Klaus Röhr.

Für die feineren Arbeiten waren Roul Betzner, Dietmar Hoffmann, Uwe Köpnick und Christoph Wäterling zuständig. Sie ebneten das Umfeld ein, bauten Kies ein, harkten den Rad- und Wanderweg auf ganzer Gebäudelänge.

Nach gut drei Stunden erfolgte die gemeinsame Schlussabnahme. Jeder Teilnehmer war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Danke liebe Mühlenfreunde für Euren Einsatz in der Freizeit zum Wohle des Objekts und natürlich auch zum Wohle Räbkes.

KR 2013-04-21 

 

Kräftezehrender Ganztagseinsatz für die Sanierung des Gruppendenkmals

Zustand an der Nordseite am Morgen vor Beginn
Betonkies, von Kies-Evers gesponsert und Carsten Borkam transportiert, wartet auf Verarbeitung
Der harte Kern Dietmar Hoffman, Uwe Köpnick, Udo Sindermann und Michael Liebing in der Warming Up-Phase
Die Poliere Dietmar Hoffmann und Uwe Köpnick beim kritischen Blick auf die Aufstellung der Schalung
Michael Liebing und Udo Sindermann an der Mischmaschine
Uwe Köpnick an der kompliziertesten Stelle des Projekts
Immer wieder sind Stütz- und Tragelemente zuzuschneiden
Dietmar Hoffmann - universell einsetzbar
Udo Sindermann - auch nach vielstündigem Einsatz voll belastbar
Die Markentenderinnen Simone Köpnick und Roswitha Röhr unterstützen die Crew durch Speis und Trank und natürlich auch durch Lob
Das Bauteam, erschöpft, aber froh nach dem achtstündigen Samstagseinsatz

Die Sanierung der nördlichen Außenwand des Mühlengebäudes begann bereits im Sommer 2012 durch einen großartigen und schweren Einsatz mit dem Ausbaggern und Freilegen des Fundaments auf einer Länge von 28 m, gründlicher Reinigung mit Kärcher-Systemen und folgendem Vorbau einer Betonschale, die mit Remmers-Beschichtungssystemen versehen wurden. Danach begann der Einbau einer Drainage, Einbau von Splitt und sowie das Auffüllen mit Betonkies bis Sockelhöhe. Die frühe Frostperiode und der langanhaltende Winter unterbrachen dieses Gewerk.

Samstag, 13.04.2013, der erste schneefreie Wochenendtag in Räbke in diesem Frühling. Morgens um 08:00 Uhr trafen sich harte, durchtrainierte Mühlenfreunde mit Gerät direkt an der Baustelle. Kurze Planungsrunde und dann ging es los.

Vorbereiten des Untergrundes und dann Aufstellen eines Profi-Schalgerüstes, das von den BBS II Gifhorn ausgeliehen wurde. Zug um Zug erfolgte der Aufbau und danach sofort der Einbau von Betonmörtel im normgerechten Mischungsverhältnis, denn der Bord sollte die Form eines Winkels (L-Steins) erhalten. Dann erfolgte mit Sachverstand der Einbau der zweiten Schalung und dann ging es mit flüssigerem Mörtel an die obere Füllung der Schalung.

Lediglich mit einer kurzen Pause, in dem die Mühlenfreundinnen Simone Köpnick und Roswitha Röhr einen Imbiss bereitet hatten, ging es so insgesamt acht Stunden zielgerichtet zur Sache. Mit dem Reinigen der eingesetzten Werkzeuge endete der Tag. Alle Mitwirkenden, im Zivilberuf kopfgesteuerte Ingenieure und Techniker waren am Ende des Arbeitstages stolz auf das Gewerk.

Danke, liebe Mühlenfreunde Uwe Köpnick, Dietmar Hoffmann, Udo Sindermann, Michael Liebing und Roland Grewe für diesen fordernden Einsatz.

KR 2013-04-14 

Die Winterpause endet so langsam - es geht wieder los!

Nach dem Einsatz: Karsten Rademacher, Marina Gödeke, Udo Sindermann, Heinrich Kindermann, Gerhard Gödeke, Dominik Abram (von links nach rechts)

Eine große Mühlenhofanlage mit Stauraum für Stroh und Heu wurde in früheren Zeiten gern von lieben Dorfbewohnern genutzt, die selbst nur begrenzte Lagermöglichkeiten hatten.

Die Jahre gehen ins Land und die Lageristen weilen nicht mehr unter uns. Was bleibt, ist 35 Jahre altes Stroh und Heu, teils bereits verrottet, das natürlich auch eine erhebliche Brandlast darstellt.

Am 9. März 2013 war es soweit. Heinrich Kindermann sowie Dominik Abram rückten mit Traktor und Wagen an und Fuder für Fuder wurden fachgerecht entsorgt. Den richtig schlechten Job hatten Karsten Rademacher, Udo Sindermann und in abgeminderter Form der Vorsitzende, denn der Abfall musste teilweise mit Hand aus dem Lagerort entfernt werden.

Insgesamt 13 Fuhren verließen die Hofanlage gen Dorfrand. Besenrein steht der Scheunenteil nun für andere Möglichkeiten zur Verfügung.

Danke Ihr Lieben, dass Ihr Euch auf diese wenig erfreuliche Arbeit, die zwingend erforderlich war, eingelassen habt.    

Die Wassermühle Liesebach trägt zur Minderung der CO2-Emission bei

Dipl.-Ing. Bonneß beim Studium der technischen Unterlagen
Die Experten Bonneß, Bösche und Messerschmidt bei der Fehlersuche
Ein Tisch voller wertvoller Messgeräte

Seit dem Jahr 2009 produziert die Wassermühle Strom, der in das Netz des regionalen Energieversorgungsunternehmens eingespeist wird. Bisher wurden fast 28.000 kWh erzeugt.

Zur besseren Vorstellung: Das ist die Strommenge, die 8 statistische Musterhaushalte in Deutschland pro Jahr verbrauchen. Der Stromertrag ist nun abhängig von der Fallhöhe am Wasserrad, dem Gesamtwirkungsgrad der Anlage und der Wassermenge pro Zeiteinheit.

Seit dem Sommer 2012 wurde deshalb kein Strom eingespeist, weil die Wassermenge in der Schunter zu gering war. Nach der Winterzeit und ausreichend Wasser sollte es wieder losgehen. Probleme bereitete die Einspeiseelektronik. Ein Anruf genügte und schon rückte Herr Dipl.-Ing. Bonneß aus Knesebeck an.

Der Sachverstand wurde zusätzlich ergänzt, denn Herr Bonneß brachte gleich einen versierten Messtechniker, Herrn Bösche mit und Mühlenfreund Prof. Dr.-Ing. Ludger Deters, von Haus aus Tribologe, brachte einen weiteren Experten mit, der topfit in der Analyse von vernetzten elektronischen Systemen ist: Dipl.-Ing. Lutz Messerschmidt (beide Institut für Maschinenkonstruktion der Fakultät für Maschinenbau der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg). Es wurde analysiert, diskutiert, systematisiert und nach gut zwei Stunden war der Fehler ermittelt: Defekte Kondensatoren.

So  etwas verdient die Bezeichnung "Deutsche Ingenieurkunst".

Seit dem 08.03.2013 läuft die Anlage wieder störungsfrei, toi-toi-toi!

Sehr herzlichen Dank Herrn Bonneß, Herrn Bösche, Herrn Messerschmidt und Mühlenfreund Ludger Deters.

 

Sicherheit der Besuchergruppen hat hohe Priorität

Roland Grewe beim Ausrichten der Stäbe
Der Treppenaufgang im Endzustand

In den letzten Jahren konnte sich der Förderverein vor allem auch darüber freuen, dass eine große Anzahl von Interessierten aus Nah und Fern zu Gast waren.

Roland Grewe ist ein versierter Mühlentischler, denn das hat er bereits mit Nachdruck beim Bau der Türen in der Toilettenanlage bewiesen. Ihm war der Treppenaufgang vom Walzen- zum Sichterboden seit längerer Zeit ein Dorn im Auge, denn der genauere Betrachter musste feststellen, dass die früheren Mühlenbauer keinen Platz für einen sicheren Auftritt ließen.

Roland Grewe nutzte die arbeitsfreie Zeit zwischen den Feiertagen und baute wiederum in der Werkstatt der Gebrüder Koch einen Aufgang, bei dem die Sicherheit der Nutzer höchste Priorität besitzt. Nun ist ein ordentliches Auftreten von der ersten Stufe an möglich.

Selbstverständlich denkt Roland Grewe bei der Planung und Ausführung des Gewerkes mit, denn der vordere Teil lässt sich mit einer Schraube für den Fall lösen, wenn die mittlere Ladetür geöffnet werden soll, z. B. bei Vorführungen am Mühlentag. 

Großes Kompliment Roland und ein herzliches Dankeschön für den vielstündigen Einsatz zum Wohle des Mühlenvereins.

KR 2012-12-29 

Traumhafte Türen durch Mühlenfreund Roland Grewe gefertigt

Roland Grewe beim Bau der Türen im Unternehmen Gebr. Koch
Mühlenfreund Grewe voller Stolz nach der Montage
Die Monteure Meinhard Sindermann, Roland Grewe und Manfred Fiebig
Roland Grewe und Beschlag-Schmied Günter Schneider
Detail der Türverriegelung

Die Arbeiten an der Toilettenanlage gingen zügig voran. Was fehlte waren Türen und das dafür nötige Geld, denn das Budget für das Jahr 2012 war restlos erschöpft.

Mühlenfreund Roland Grewe nahm Verbindung zum Vorstand auf und bot an, das Material für die Türen zu stiften und diese sogar zu bauen. Hoch erfreut vernahmen die Vorstandsmitglieder des Fördervereins die Botschaft und alle waren auf die Gebilde gespannt.

In der Werkstatt der Beckmann GmbH Gebr. Koch erfolgte das Abrichten der Bretter, das Fertigen der Federn sowie des Türgestells. Alle waren von der Qualität begeistert. Doch schon nahte das nächste Problem: Bei solch edlen Türen wären Beschläge aus dem Baumarkt eine Schande.

Und wieder war Günter Schneider der Retter in der Not. Ebenfalls sehr gelungene Beschläge wurden hergestellt. Die erforderlichen Rosetten für die Verriegelungen stellte kurzerhand Holger Achtermann auf einer CNC-Drehmaschine her.

Die Montage erfolgte in den zurückliegenden Wochen. Die Bewunderung wird den Kunsthandwerkern gewiss sein, denn am 14.12.2012 werden sie das Werk erstmals der Öffentlichkeit beim Adventsabend vorstellen. Machen Sie sich an dem Abend oder zu einem späteren Zeitpunkt selbst ein Bild.

Projekt Fenster durch hohe Kompetenz erfolgreich abgeschlossen

Vorprodukt Flachstahl auf der Werkzeugmaschine zum Herstellen der Falze
Die sandgestrahlten Baugruppen vor dem Lackieren
Eines der sechs gefertigten Fenster im denkmalsgerechten Anstrich
Sponsor Christian Lubkowitz

In der Baugenehmigung zur Umnutzung des Stallgebäudes zu einem Versammlungsraum steht nüchtern die Auflage "Die historischen Gussfenster sind zu erhalten und wieder zu verwenden bzw. durch Nachbauten zu ersetzen."

Das liest sich sehr einfach. Doch wenn von sechs erforderlichen nur noch zwei fragmentarische vorhanden sind, da bereits vor ca. vierzig Jahren aus unerklärlichen Gründen Glasbausteine eingesetzt wurden, beginnt die Architektin Ulrike Heidmann und das Restaurierungsteam mit Ideenreichtum und hoher Fachkompetenz nach Lösungen zu suchen.

Ein kurzes Baugespräch vor Ort mit dem Werkzeugmachermeister Günter Schneider genügte und sehr zügig wurden Skizzen gefertigt, Flachstähle als Vorprodukte und Werkzeuge zum Fräsen bestellt.

Ca. 200 Stunden wurde gefräst, gebohrt, gesenkt, Gewinde geschnitten, geschweißt, sandgestrahlt und lackiert.

Danach erfolgte die Übergabe des Gewerkes an Tischlermeister Klaus-Dieter Bock aus Räbke, denn es galt, 48 Fensterscheiben einzukitten. Vorher ein Anruf bei Frau Jutta König-Behse und Vortrag der Bitte, ob Frau König-Behse sich vorstellen könne, diese Scheiben zu sponsern. Da der Förderverein in den zurückliegenden Jahren immer wieder Scheiben für Fenster und Türen bei dem bekannten Unternehmen König Glasbau geordert hatte, zögerte die Chefin keine Sekunde und stimmte dem Wunsch zu.

Klaus-Dieter Bock kittete die Scheiben in vielstündiger Arbeit ein und dann erfolgte die Montage in den Fensteröffnungen. Das Ergebnis wird allseits bestaunt und gelobt. Schauen Sie sich das Gewerk am besten einmal selbst an.

Das Geld für das Projekt stellte Mühlenfreund Christian Lubkowitz bereit. Anlässlich seines runden Geburtstages verzichtete Herr Lubkowitz auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für das Mühlenprojekt.

Danke Herr Christian Lubkowitz, Frau Architektin Ulrike Heidmann, Herr Werkzeugmachermeister Günter Schneider,  Frau Jutta König-Behse vom Unternehmen König-Glasbau und Herr Tischlermeister Klaus-Dieter Bock für das Meisterwerk.

Frau Behrens und Frau Kaufmann vom Denkmalschutz werden bei der Abnahme begeistert sein.

Bau der Fenster zur Nord- und Ostseite in vollem Gang

Fensteröffnung mit provisorischem Bretterverschlag
Günter Schneider beim Putzen der gesägten Flachstähle
So sehen Scharniere vor dem Fügen aus

Der Förderverein hat ein ambitioniertes Ziel vor Augen: Das nördliche Mühlengebäude soll in absehbarer Zeit als Versammlungs- und Veranstaltungsraum, z. B. bei Mühlentagen genutzt werden. 

In den zurückliegenden Jahren hatte der Verein jeweils großes Glück, denn die Wetterbedingungen waren optimal. Aber was ist, wenn Petrus einmal nicht mitspielt.

Nun sollten die abgängigen zwei Stahlfenster sowie die vier vorhandenen Glasbausteinfenster durch Holzfenster vom Tischlermeister Klaus-Dieter Bock ersetzt werden. Doch die Denkmalbehörde legte ein Veto ein. Es waren in alten Zeiten Stahlfenster "drin" und genau solche gehören dort wieder hinein.

Der Vorstand fackelte nicht lange und konnte wieder einmal den Werkzeugmachermeister Günter Schneider aus Müden/Aller für diese neuerliche Projekt gewinnen. Herr Schneider hat sich in den zurückliegenden Jahren bereits mehrfach seine hohe fachliche Kompetenz beim Bau der Bremsvorrichtung sowie bei der Erneuerung von Gleitlagern unter Beweis gestellt.

Ein ausgebautes, nicht mehr reparierbares Fenster, ca. 130 Jahre alt, wurde als Vorlage bei Günter Schneider abgegeben. Eine Zeichnung wurde gefertigt und gewalzter Flachstahl in zwei unterschiedlichen Profilen bestellt. Das Sägen auf Länge folgte und danach ein zeitaufwändiger Fräsprozess, denn es galt, Absätze für die späteren Scheiben sowie die Falze der Flügel und Rahmen herzustellen.

Zum Schweißen wurden die Bauteile auf einem Vorrichtungstisch fixiert. So entstehen identisch gleiche Baugruppen. Das Projekt geht dem Ende entgegen. Schauen Sie ´mal wieder auf diese Seite, wir halten Sie auf dem Laufenden.

KR 2012-09-19  

Mühlenrestaurierung bedeutet Einsatz in jeder Lage

Roland Grewe und Roswitha Röhr bergen Steine
Zwei Anhänger schwer beladen in Richtung Mühle

Die Restaurierung des Mühlengebäudes schreitet planmäßig voran. Bei einem solchen Projekt darf sich niemand für irgendeine Arbeit zu schade sein. Dafür ein Beispiel:

Mühlenfreund Roland Grewe entdeckt in einem Container gebrauchte Tonziegelsteine, die dem Schredder zugeführt werden sollten. Ein paar kurze Gespräche und schon rollt Uwe Köpnick mit seinem nagelneuen Doppelachs-Anhänger an, lädt gemeinsam mit Roland Grewe das Transportmittel bis zur Belastungsgrenze und schon befinden sich in einem Zwischendepot auf dem Mühlenhof.

Das gleiche Spiel am Folgeabend wieder: Roland Grewe, Schwester Roswitha Röhr und Klaus Röhr tauchen wieder in dem Container ab und bergen auch den letzten verwendbaren Stein, denn diese werden u. a. dringend für die Sanierung des nördlichen Außenmauerwerkes benötigt.

KR 2012-09-04

Endarbeiten zur Restaurierung des Steinmahlganges

Rüdiger Hagen setzt das neue Absackrohr (Mehlrutsche) an
Der Mühlenpapst mit seinen Kraus- und Billhämmern
Das Ziehen der Furchen mit einem englischen Billhammer

Rüdiger Hagen war am Donnerstag, 23.08.2012 zum wiederholten Mal in Räbke, um die Arbeiten am Steinmahlgang durchzuführen. Er brachte ein neu gebautes Absackrohr (Mehlrutsche) aus seiner Manufaktur mit, denn das alte Fördersystem war stark wurmstichig und dadurch nicht mehr verwendbar. Das Bauteil wurde durch den Mühlenbautechniker angesetzt und es passte auf Anhieb.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag im Bearbeiten des Bodensteines. Er brachte eine größere Anzahl scharf geschliffener Kraus- und Billhämer mit, die aber im Laufe des Nachmittags aufgrund des schnell einsetzenden Verschleißes nachgeschliffen werden mussten. Handwerklich geübt arbeitete er Furche um Furche nach. Räbker Bürger, die zufällig vorbeischauten, waren von der Geschicklichkeit tief beeindruckt.

Nach sechsstündiger Arbeit meldete Rüdiger Hagen den Bodenstein fertig. In der kommenden Woche will sich der Experte dem Läuferstein widmen. 

KR

Fordernder Einsatz Teil III

Uwe Köpnick mit Hochdruckreiniger im Schacht
Reinigung der Schutzkleidung durch Kassenwartin und Ehefrau Simone
Uwe Köpnick und Klaus Röhr nach dem Einsatz

Wenn niedersächsische Beamte das 40. Lebensjahr vollendet haben, haben sie Anspruch auf 30 Tage Erholungsurlaub. Natürlich weilen sie während dieser Zeit nicht nur in fernen Urlaubsregionen; sie wirken auch gemeinnützig im eigenen Umfeld.

So haben sich zwei Mühlenfreunde am Dienstag, 14.08.2012 verabredet, um das freigelegte Mauerwerk mit Hochdruckreinigern zu säubern. Eine wichtige Tätigkeit, nachdem Ende Juli 2012 in einer Kraftaktion der Graben ausgebaggert wurde (siehe nachstehenden Bericht).

Bereits während der Kärcher-Arbeit wurde deutlich, dass eine größere Anzahl an Ziegelsteinen auszutauschen sind. Kein Wunder, denn das Mauerwerk ist seit ca. 130 Jahren der "Hauptwetterseite" ausgesetzt. Der genaue Sanierungsplan ist erst noch mit der betreuenden Architektin, Frau Heidmann abzustimmen.

Nach gut vier Stunden war die Arbeit erledigt.   

Harter Arbeitseinsatz bei hohen Temperaturen

Das Team Udo Sindermann, Benjamin Meyer, Karl Fiebig, Dietmar Hoffmann, Tom Harnack, Christoph Wäterling und Uwe Köpnick (von links nach rechts)
Schachtmeister Uwe Köpnick
Daueraktivist Udo Sindermann
Baggerführer Tom Harnack
Action pur an der Nordseite, im Vordergrund Dietmar Hoffmann
Benjamin Meyer bei ungewohnter Tätigkeit
Christoph Wäterling bei Planierarbeiten
Das vollendente Gewerk nach 4 1/2 stündigem Einsatz

Am Samstag, den 28. Juli 2012 stand ein weiterer ehrenamtlicher Einsatz an, der von kräftigen Mühlenfreunden zu bewältigen war: Das Freilegen der Grundmauer an der Nordseite der Mühlenscheune.

Die Starkregenfälle der letzten Wochen ließen immer wieder Oberflächenwasser in die Betonplatte der zukünftigen Funktions- und Toilettenräume eindringen, sodass ein zwingender vorbeugender Einsatz zum Abdichten des Fundaments erforderlich war.

Unter der Leitung von Uwe Köpnick stand Gerät und Personal des Sponsors Lutz Harnack (Bauunternehmen Harnack Frellstedt) bereit. Vom Räbker Förderverein Mühle Liesebach  e. V. ließen sieben Mitglieder das Wochenende Wochenende sein. Mit Baukarre, Schaufel und weiteren Utensilien ging es um 08:00 Uhr zur Sache.

Baggerführer Tom Harnack füllte mit seiner 60 Liter-Schaufel Karre für Karre. Der Aushub musste zunächst über eine schiefe Ebene in einen 7 m³-Container transportiert werden. Eine verdammt schweißtreibende Arbeit. Im weiteren Verlauf ergab sich eine günstigere Lage, denn der Boden konnte auf dem Nachbargundstück in einen früheren Fischteich eingebaut werden.

Nach fast fünfstündigem Einsatz waren alle Beteiligten erschöpft und zugleich hoch erfreut, dass diese wichtige präventive Arbeit erfolgreich abgeschlossen war. Nun erfolgt durch Fachleute das Abdichten des Mauerwerkes und das fachmännische Schließen des Baugrabens.

Ein herzliches Dankeschön an Lutz Harnack und Söhne sowie an die Mühlenfreunde Karl Fiebig, Dietmar Hoffmann, Uwe Köpnick, Benjamin Meyer, Udo Sindermann und Christoph Wäterling. Jeder Einzelne wird noch am Folgetag den Einsatz gespürt haben.

KR  

 

Restaurierung des Mahlgangs hat begonnen

Mühlenpapst Rüdiger Hagen mit einer Bicke beim Hauen der Luftfurchen im Läuferstein

Auf der Mitgliederversammlung im März 2012 beschlossen und nun begann die Realisierung der Maßnahme: Die Restaurierung des Mahlgangs der Liesebach-Mühle. Bis zum Jahr 1905 verfügte die Mühle Liesebach über zwei identische Steinmahlgänge. Ein System musste damals zwei neumoderneren Walzenstühle weichen. Der verbliebene Steingang erfüllte bis 1954 seinen Zweck zum Schroten von Getreide.

Bereits Wochen vorher hatte die stv. Vorsitzende Uschi Deters fasst täglich mit einem rostlösenden Mittel die Fügestelle zwischen Balancierhaue und Mühleisen (Antriebswelle) eingesprüht, denn die Bauteile wiesen eine derart starke Korrosion auf, dass sie mit einem normalen Kraftaufwand nicht zu trennen waren.

Am 05.07.2012 rückte Rüdiger Hagen mit seinem Werkstattwagen aus Wedemark an und nach gut einer Stunde waren die Vorbereitungen zum Anheben des Läuferstein abgeschlossen. Der Steinkran kam nach 57 Jahren wieder zum Einsatz und millimetergenau legte der Mühlenbautechniker den Läuferstein, um 180 Grad gewendet, auf dem Walzenboden ab.

Eine erste Inspektion brachte interessante Erkenntnisse. Probeschläge mit einer Bicke verdeutlichten, dass der Läuferstein sowie der Bodenstein, wenn auch mit gehörigem Aufwand, zu schärfen sind.

Der Rüttelschuh sowie weitere Bauteile wurden im Transportfahrzeug des deutschlandweit bekannten Mühlenexpertens verstaut und schwer beladen erfolgte der Abransport in das Müllerei-Instandsetzungszentrum Wedemark.

Rüdiger Hagen, wir freuen uns auf das erste Vollkornmehl!

Glück Zu!

KR

Herausragender Einsatz unseres Mitglieds Gerhard Gödecke

Gerhard Gödecke beim letzten Anstrich der Eingangstür
Alle Türen mit denkmalgerechtem FArbton

So funktioniert das Zusammenleben im Elmdorf Räbke:

Das Projekt "Neue Türen und Fenster für das Mühlengebäude" schreitet planmäßig voran. Der Tischlermeister Klaus-Dieter Bock hat in enger Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde des Landkreises die Struktur der Fenster und Türen abgestimmt. Der Einbau erfolgte durch Meister Bock und Altgeselle Karl Fiebig termingerecht.

Nur der passende Farbanstrich fehlte. Da die finanziellen Mittel des gemeinnützigen Fördervereins begrenzt sind, hat sich das Mitglied Gerhard Gödecke sofort bereit erklärt, diese aufwendigen Arbeiten auszuführen.

Obwohl der Vorruheständler durch eigene Baumaßnahmen stark gebunden ist, war es für ihn als ausgebildeten Maler und Lackierer eine Ehrensache, dieses Gewerk fachgerecht auszuführen.

Gerhard Gödecke sorgte für den Freiraum und so erfolgte ein Anstrich nach dem anderen. Die Ausführung der Tätigkeit fand bei den Expertinnen der Fördereinrichtungen NLD, LGLN und SBK (siehe unter Aktuelles) große Anerkennung.

Der Vorstand dankt dem Fachmann ebenfalls für den Einsatz mit einem herzlichen Glück Zu!

KR

Der Bau der Toilettenanlange schreitet planmäßig voran

Die Helfer im Kräfte zehrenden Einsatz
TSN-Mischer aus Schöppenstedt vor dem Gebäude
Der Stofffluss gelingt mit langen KG-Rohren
Frau Liesebach führt Dienstaufsicht

Räbke, 16.06.2012 KR

Am heutigen Samstag stand das Gießen der Betonplatte für die Räume Toilettenanlage, Gemeinschaftsraum und Teeküche im Mittelpunkt. In den letzten Wochen wurden so einige Bauschutt-Container gefüllt, Schmutzwasser- und Frischwasserrohre verlegt, Baustahlmatten fachtechnisch einwandfrei verlegt und verrödelt.

Und heute um 07:00 Uhr stand der erste 8 m³ fassende Betonmischer auf der L 626, um eingewiesen zu werden. Erkundung der besten Fahrspur, kurze Absprache mit den Baufachleuten und Helfern und los ging der Betonfluss, denn Zeit ist bekanntlich Geld.

Mit Patschen, Harken, Schaufeln erfolgte die Verteilung der breiigen Masse. Mit einem hochmodernen Lasergerät wurden immer wieder Kontrollmessungen durchgeführt, denn die Platte soll vor allem auch eben sein.

Nach vier Stunden war der Arbeitseinsatz erfolgreich beendet. Ein herzliches Glück Zu und Dankeschön für die Mitarbeit.

Das obere Lager der Königswelle ist wieder voll funktionstüchtig

Qualifizierte Fachleute im Einsatz
Präzisionsarbeit auf engstem Raum
Werkzeugmachermeister Günter Schneider in Hochform
Das neue Lager an Ort und Stelle

Pfingstdienstag konnten Mitglieder des Vereins das Sponsoring-Projekt "Erneuerung des oberen Lagers der Königswelle" erfolgreich abschließen.

Die Montage des komplett restaurierten Lagers dauerte lediglich zwei Stunden. Der relativ große Planungsaufwand hat sich gelohnt. Schon der erste Probelauf zeigte, dass das gesamte Getriebe deutlich ruhiger läuft. Das ursprüngliche Lager aus Weißmetall war komplett ausgelaufen und wies ein radiales Spiel von ca. 25 mm auf.

Das Vereinsmitglied Prof. Dr.-Ing. Ludger Deters unterstützte mit seiner Handlungskompetenz den Planungsprozess. Umfangreiche Modellaufnahmen am alten Lagersitz und kompliziert anzuschauende Wurzelausdrücke zur Berechnung des Lagerspiels waren Bestandteile seines Parts.

Danach folgten "Nägel mit Köpfen". Die Zerspanungsexperten Günter Schneider und Holger Achtermann (beide BBS II Gifhorn) arbeiteten zunächst das Lagergestell auf einer konventionellen Fräsmaschine auf. 

Danach widmeten sich die Fachleute der Lagerbuchse. Zunächst wurde eine Prüflehre auf einer hochmodernen CNC-Werkzeugmaschine gedreht, denn es musste das Tragbild des Kegelsitzes ermittelt werden. Nach Freigabe des Bauteils wurde die scharfe Buchse aus einer CuSn-Legierung (früher Bronze) auf dem gleichen Fertigungssystem erstellt.

Der Einbau an Ort und Stelle verlief aufgrund der ausgezeichneten Vorarbeit reibungslos. Ein herzliches Dankeschön im Voraus dem Sponsor Christian Lubkowitz sowie den Mitwirkern bei der Umsetzung des Vorhabens. 

Frontlader-Einsatz am Pfingstsamstag

Carsten Rademacher (links) und Vater Ulrich Rademacher beim Anschlagen des Kanalringes
Bergen eines Mühlsteines, der viele Jahrzehnte als Gehwegplatte genutzt wurde

Die Arbeiten auf dem Mühlengrundstück gehen zügig voran. Am Pfingstsamstag galt es, einen Gullyschacht für den Kanalanschluss der zukünftigen Toilettenanlage zu setzen.

Eine freundliche Bitte wurde dem Traktorbesitzer Ulrich Rademacher vorgetragen. Er ließ sofort alle regulären Wochenend-Hobbyarbeiten ruhen und rückte mit Sohn Carsten an. Das Equipment wie Schäkel, Seile und weitere Hilfsmittel brachten die herausragenden Praktiker gleich mit. Souverän wurden die Schachtringe am Lagerort mit dem Frontlader aufgenommen und im vorbereiteten Schachtloch positioniert.

Bei diesen Arbeiten entdeckten die Mühlenfreunde direkt neben dem Kanalschacht einen alten Mühlstein. Dieses historische Bauteil wurde fachgerecht an den Haken genommen und vorsichtig an einem sicheren Ort abgelegt. Ob es ein "Franzose", ein Jonsdorfer Sandstein, ein "Blauer" oder ein "Deutscher" ist, wird uns der Mühlenpapst Rüdiger Hagen bei seinem nächsten Inspektionsbesuch mitteilen.

Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz beendet und es konnte Pfingsten werden. Danke liebe Mühlenfreunde Ulrich und Carsten.

Erfolgreicher Arbeitseinsatz am Brückentag nach Christi Himmelfahrt

Dietmar Hoffmann mit seinem Hilti-Hammer
Benjamin Meyer und Ralf Mauke als Halbkreistechniker
Udo Sindermann mit ausgesonderter Dienstjacke
Laurenz Aselmeier, Carsten Rademacher und Jörg Liebermann bei Aufräumaktion
Container-Gerecke beim Wechseln der Mulde
Baubesprechung mit Architektin Heidmann
Egbert Aselmeier bei ungewohnter Tätigkeit
Stärkungsimbiss nach 5-stündigem Einsatz

Der für einige Mitglieder freie Arbeitstag nach Christi Himmelfahrt bot sich geradezu an. Der Vorstand bat durch E-Mail-Aufruf zum Arbeitseinsatz und 14 freiwillige Helfer standen pünktlich mit Handwerkzeugen auf der Baustelle.

In eigener Gestaltung wurde an mehreren Einsatzstellen gleichzeitig gewirkt:

  • Laurenz Aselmeier, Dagmar Kersten, Jörg Liebermann und Carsten Rademacher räumten die beiden Lagerböden mit großer Umsicht und Sachverstand auf, denn es galt, historische Artefakte zu deponieren und Unrat zu entsorgen.
  • Roul Betzner, Dietmar Hoffmann und Uwe Köpnick haben sich dem Magazin gewidmet. Es wurde ein Mauer-Durchbruch zur Mühle geschaffen, Steinziegel wurden aufgenommen und brüchige Betonböden entfernt.
  • Egbert Aselmeier, Ralf Mauke, Benjamin Meyer, Henning Schäfer und Udo Sindermann wandten sich mit Spitzhacke, Steingabel, Schaufel und Baukarre der zukünftigen Toilettenanlage zu.

Während sich die Bauschaffenden kräftig dem Gewerk widmeten, fanden parallel die Planungsgespräche mit der betreuenden Architektin Ulrike Heidmann statt.

Die Kassenwartin des Vereins, Simone Köpnick, bereitete währenddessen den Stärkungsimbiss und gegen 13:30 Uhr wurde mit Mettbrötchen und alkoholfreiem Bier der Arbeiteinsatz beendet.

Ein herzliches Dankeschön für Euer Wirken, liebe Mitglieder.

Instandetzung des oberen Lagers der Königswelle eingeleitet

Oberes Gleitlager der Königswelle, stark ausgeschlagen
Christian Lubkowitz, Sponsor der Aktion "Lagertausch"
Dr.-Ing. Deters und Werkzeugmachermeister Schneider im fordernden Einsatz
Lagerzapfen der Königswelle
Akteure Ludger Deters, Günter Schneider und Benjamin Meyer mit defektem demontierten Lager

Samstagmorgen, 14. April 2012, 09:30 Uhr: Aus Müden-Dieckhorst, aus Süpplingen und natürlich auch aus Räbke treffen Lagerexperten im Getrieberaum der Mühle ein, um eine weitere Instandsetzungsmaßnahme einzuleiten.

Denn Christian Lubkowitz feiert in der nächsten Zeit einen besonderen Geburtstag. Anstelle aller möglichen Präsente bat Mühlenfreund Lubkowitz um eine Spende zur maßgeschneiderten Fertigung eines neuen Gleitlagers.

Solch ein lobenswertes Verhalten fordert den Einsatz eines wirklichen Experten auf den Plan. Prof. Dr.-Ing. Deters, Hochschullehrer an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ließ es sich nicht nehmen und war bei der Demontage des defekten Lagers persönlich aktiv dabei.

Gemeinsam mit Werkzeugmachermeister Günter Schneider, ein Fachmann der Fertigungs-, Maschinen- und Gerätetechnik und Dipl.-Ing. Benjamin Meyer wurde unter besonderer Beachtung der Arbeitsschutzbestimmungen das defekte Lager der Königswelle komplett demontiert.

Der Schaden an den Gleitfächen war deutlich sichtbar. Die nächsten Instandhaltungsschritte wurden im Expertenkreis grob skizziert und nach gut drei Stunden wurde der Einsatz erfolgreich beendet.

Der Wiedereinbau und das Startsignal für die Inbetriebnahme nach der Reparatur erfolgt selbstverständlich in Gegenwart des Sponsors Christian Lubkowitz.

Rö 2012-04-15 

Neujahrsempfang der Samtgemeinde Nord-Elm - Ehrung für Frau Hermine Liesebach

Frau Liesebach während der Ehrung
Frau Liesebach mit Hausdame Maria, Bürgermeister Rainer Angerstein, Samtgemeindebürgermeister Matthias Lorenz und den Vorsitzenden Klaus Röhr (Foto Rothmann 2 x)

Am Sonntag, 15.01.2012, wurde die Mühlenbesitzerin Frau Hermine Liesebach während des Neujahrsempfang der Samtgemeinde Nord-Elm durch Herrn Matthias Lorenz für die besonderen Verdienste um den Erhalt und Wiederaufbau des Gruppendenkmals Liesebach in Räbke geehrt.

Groß war die Überraschung, als Frau Liesebach in der Hofstube der Burg Warberg auf einen Ehrenplatz gebeten wurde. Herr Lorenz stellte noch einmal vor über 150 Ehrengästen das besondere Engagement der Geehrten heraus. Seit 1998 hat Frau Liesebach durch einen hohen persönlichen und auch finanziellen Einsatz das Gruppendenkmal restauriert.

Das Ergebnis nimmt die Samtgemeinde hoch erfreut zur Kenntnis, denn die hohen Besucherzahlen über das gesamte Jahr haben eine positive Ausstrahlung weit über die Gemeinde Räbke hinaus.

Mit einem großen Applaus erhielt Frau Liesebach einen großen Blumenstrauß sowie eine Ehrenurkunde überreicht.   

Kooperationsvereinbarungen

Der Räbker Förderverein Mühle Liesebach e. V. betreibt gegenwärtig zwei aktive Kooperationen. Zum einen mit dem Freundeskreis Burg Warberg e. V. Zum anderen mit dem Förderverein Agrarwirtschaft & Umweltbildung Braunschweiger Land i. G.

Ziele dieser Zusammenarbeit sind die Vernetzung zwischen historischen Lernstandorten im ländlichen Raum. 

Gründung des Räbker Fördervereins Mühle Liesebach

Frau Liesebach mit Dackel Waldi am Mühlentag 2009

Am 1. März 2009 wurde im Jugend- und Gästhaus Räbke der gemeinnützige Räbker Förderverein Mühle Liesebach gegründet. Er ist seit dem 01.07.2009 beim Amtsgericht Braunschweig in das Vereinsregister eingetragen. Seit dem 01.01.2010 ist die Gemeinnützigkeit anerkannt.

Zweck des Vereins ist der Schutz des Gruppendenkmals Arme Reihe 67 in Räbke. Das Gruppendenkmal besteht aus einem für Räbke typischen Vierseithof mit Wohngebäude, Scheunen und dem Mühlengebäude.

Die Anlage war bis in die späten 90iger Jahre dem Verfall preisgegeben. Im Zuge des Dorferneuerungsprogrammes hat die Eigentümerin Frau Hermine Liesebach umfangreiche Dachsanierungen an sämtlichen Gebäuden sowie weitere elementare Restaurierungen vornehmen lassen. 

Das Mühlengebäude rückte Frau Liesebach im Frühjahr 2008 mit dem Ausbau des alten und dem  Einbau eines baugleichen, neuen Wasserrades in den Mittelpunkt. Damit wurde der Impuls für die Gründung des Vereines gegeben.

Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Erhaltung, die Restaurierung und durch die Instandsetzung des Mühlengebäudes und der technischen Einrichtung.

Darüberhinaus wird der Zweck des Vereins durch das Bewahren der Räbker Mühlenhistorie und deren Umfeld eingelöst.

Der Verein verfügt gegenwärtig bereits über 100 Mitglieder aus Nah und Fern.

Flyer des Fördervereins

Hier erhalten Sie unseren aktuellen Flyer im PDF-Format.